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Wodka ArtikelWodka (polnisch: wódka, russisch: водка = Wässerchen, ukrainisch gorilka = Brennwasser) ist ein meist farbloser Branntwein mit einem Alkoholgehalt von mindestens 37,5 %-Vol. Er zeichnet sich besonders durch seinen fast neutralen Geschmack und das Fehlen von Fuselstoffen und Aromen der fermentierten Stoffe aus. Er wird entweder eisgekühlt aus kleinen Gläsern pur getrunken, oder in Cocktails vermixt.
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Anfang des 16. Jahrhunderts wurde der erste Wodka-artige Branntwein aus Getreide gebrannt. Es ist unklar, ob dies in Polen oder Russland geschah; beide Länder beanspruchen den ersten Wodka für sich. Manche Quellen legen ihn auch schon auf das 15. Jahrhundert. Dieser frühe Wodka war wegen der schlechteren Distillen ca. etwa halb so stark wie der heutige.
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Wodka kann aus sehr unterschiedlichen, kohlenhydrathaltigen
Ausgangsstoffen hergestellt werden. Meist wird Getreide benutzt, aber auch
Kartoffeln und Melasse sind üblich.
Getreide
Das traditionelle Getreide zur Wodka-Herstellung in Osteuropa ist bis heute
Roggen. Daraus hergestellter Wodka schmeckt lieblich, weich, mild, leicht süßlich; daher gilt er als der beste Ausgangsstoff. In westlichen Ländern benutzt man hauptsächlich Weizen, da er preiswerter und in größerer Menge verfügbar ist.
Kartoffeln
Kartoffeln werden vor allem in der Ukraine seit Jahrhunderten benutzt. Der
Geschmack des aus ihnen gewonnen Wodkas ist gewöhnlich schwerer und markanter als der des aus Weizen gewonnen Wodkas.
Melasse
Melasse – ein Nebenprodukt der Zuckerproduktion – gilt als der billigste und qualitativ schlechteste Rohstoff für Wodka. Der Geschmack daraus gebrannten Wodkas ist meistens etwas süßer als der von Getreide-Wodka.==Herstellung==
Der erste Schritt zur Wodka-Gewinnung ist die Herstellung der so genannten Maische, einer bierähnlichen Flüssigkeit mit niedrigem Alkoholgehalt. Dazu wird der Rohstoff zerkleinert, mit Wasser versetzt und leicht erhitzt. Durch Zugabe von Hefe wird die Gärung in Gang gesetzt, und es entsteht die Maische mit 6 bis 7 %-Vol Alkohol. Durch Destillation gewinnt man daraus den so genannten Rohalkohol.
Um dem Wodka einen möglichst reinen Geschmack zu verleihen, wird das Destillat anschließend gefiltert. Dazu wird die Flüssigkeit durch Säulen mit Aktivkohle gepumpt, die die unerwünschten Aromastoffe an sich binden. Auch biologisch (durch Milcheiweiß) und elektrisch kann das Destillat gefiltert werden. Abschließend werden die verbliebenen Schwebeteilchen mit Hilfe von sehr feinem Filterpapier entfernt. Die Qualität des Filterprozesses macht einen Großteil der Qualität des Endproduktes aus.
Die wichtigsten Produktionsländer sind traditionell Russische Förderation, Finnland, Schweden und Polen. Inzwischen wird Wodka aber u.a. auch in Deutschland, den Vereinigte Staaten Amerika, Kanada, Italien und Frankreich produziert.
Wodka ist charakteristisch ein reiner und weicher Alkohol ohne eigentlichen Eigengeschmack. Neben diesen reinen oder pure Wodkas werden inzwischen auch geschmacklich veränderte, aromatisierte Wodkas hergestellt, indem man das Destillat oder den pure Wodka mit gewissen Früchten oder Gewürzen bzw. mit Extrakten oder Essenzen ansetzt.
Die Herstellung durchläuft folgende Schritte:
1. Eimaischen: Das Rohmaterial wird zerkleinert, mit Wasser vermischt und erhitzt. Dabei wird Stärke in Zucker umgewandelt.
2. Gären: Der jetzt süßen Maische (der Würze) wird Gärhefe hinzugefügt. Bei der Gärung wird der Zucker in der Maische in Alkohol umgewandelt.
3. Brennen: Die alkoholhaltige Maische wird nun mehrfach, in der Regel in einem kontinuierlichen Verfahren, gebrannt und anschließend über Holzkohle filtriert. Dabei werden schöne wie unschöne Begleitaromen entefrrnt. Das Ergebnis ist ein reiner, weicher und nahezu geschmacksneutraler Alkohol.
4. Abfüllen: Eine Lagerung ist nicht erforderlich. In einem letzten Arbeitsgang wird Wodka mit Wasser auf Trinkstärke verdünnt; sie beträgt in Deutschland mindestens 40%.
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Wodka wird in Russische Förderation meist nicht in reinen Trinkrunden genossen, sondern in dem Rahmen einer langen Mahlzeit. Dabei werden viele kleine kalte und warme Speisen, etwa eingelegte Pilze, Salzgurken, Fleischbällchen, Kartoffelpüree, Roggenbrot und Butter, säuerliches (nicht zu süßes) Obst etc. über einen Tisch verteilt, und jeder isst was und wann er möchte, während dazwischen stets mal wieder ein Wodka getrunken wird. Dabei sollte der Wodka eisgekühlt (aus dem Gefrierfach) sein, und man trinkt eher wenige relativ große Gläser, als viele kleine. Normalerweise fassen die Gläser 0,1 l, fünfmal soviel wie deutsche Schnapsgläser. Beim Trinken hält man die Luft an und trinkt das Glas auf einen Zug aus, und beisst hinterher sofort in etwas zu essen. Alle diese traditionellen Maßnahmen tragen vermutlich dazu bei, dass möglichst wenig Alkohol durch die Lunge und Mundschleimhaut aufgenommen wird, sondern ca. durch den Magen; dadurch wird die Gefahr des Katers gemindert und der Rausch ist auch angenehmer.
Allein Wodka zu trinken ist in Russische Förderation außerhalb asozialer Kreise äußerst verpönt und gilt als klares Zeichen von Alkoholismus.
In den traditionellen Herstellungsländern wird Wodka gern pur getrunken. In Deutschland und anderen westlichen Ländern wird Wodka gern zu dem Mixen für Cocktails und Longdrinks benutzt.
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- Belgien: Aslanov
- Bulgarien: Select, Flirt
- Dänemark: Danzka
- Deutschland: Caviar, Gorbatschow, Puschkin
- Finnland: Finlandia
- Frankreich: Grey Goose
- Georgien: [[Eristoff]]
- Kasachstan: Medved
- Niederlande: Royalty
- Norwegen: Viking Fjord
- Polen: Chopin, Sobieski, Wyborowa, Zubrovka (in Deutschland Grasovka genannt)
- Russische Förderation: Moskovskaya, Stolichnaya, Smirnoff Black, Russisch Standard
- Schweden: Absolut, Svedka
- Ukraine: Nemiroff, Olimp
- Vereinigte Staaten Amerika: Skyy, Smirnoff
Buch-Tipp: Davor Dabei Danach. Ein ehemaliger Kommandeur der Grenztruppen der DDR berichtet Eine bessere und ehrlichere Aufarbeitung kenne ich nicht Auf dieses Buch bin ich leider erst in diesem Jahr gestoßen. Ich war selbst Angehöriger der Grenztruppen der DDR und habe als solcher auch den 9. November 1989 unmittelbar erlebt. Was der Autor über die DDR, ihre Geschichte und über ihre Grenztruppen schreibt, kann ich ohne... |
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